Eine Auswahl repräsentativer grenzüberschreitender Mandate. Die Details sind zum Schutz der Vertraulichkeit anonymisiert.

Fall 1 — Die „Bilinguale Brücke": Strategische Relocation in den Kanton Freiburg

Klientenprofil

Eine renommierte Familie aus Shenzhen — Gründer eines milliardenschweren Medizintechnikkonzerns (RMB) — suchte einen Schweizer Standort, der erstklassige Bildung sowie eine strategische Lage zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweizer Wirtschaftszone bietet.

Die Herausforderung

Obwohl Freiburg durch seine Zweisprachigkeit hochattraktiv ist, stehen Drittstaatsangehörige (Nicht-EU) vor der hohen rechtlichen Hürde des „überwiegenden öffentlichen Interesses", um eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Da das Vermögen der Familie in chinesischen Unternehmen gebunden war, war eine komplexe Prüfung der Vermögensherkunft erforderlich, um den strengen Schweizer Geldwäschereibestimmungen (GwG) zu genügen.

Unsere Lösung

Wir handelten ein maßgeschneidertes Abkommen zur Pauschalbesteuerung (Forfait Fiscal) aus. Unter Berücksichtigung der Bundesmindestbeträge für 2026 und spezifischer Gemeinde-Koeffizienten sicherten wir ein Steuer-Ruling auf Basis des jährlichen Lebensaufwands, was zu absoluter steuerlicher Planbarkeit führte.

Das Ergebnis

Die Familie erhielt ihre Bewilligungen innerhalb von sechs Monaten. Sie zog erfolgreich in ein historisches Herrenhaus und genießt nun eine hochsichere Umgebung, während sie gleichzeitig eine steuereffiziente Brücke zu ihrem asiatischen Wirtschaftsimperium aufrechterhält.

Fall 2 — Strategische grenzüberschreitende Unternehmensexpansion

Das Szenario

Ein führendes Schweizer Industrieunternehmen beabsichtigte, in den Markt von Greater China zu expandieren, sah sich jedoch mit Hürden bezüglich der Devisenkontrollen, der IP-Sicherheit und der PIPL-Compliance konfrontiert.

Unsere Lösung

Wir konzipierten ein WFOE in einer strategischen Sonderwirtschaftszone, entwarfen lokalisierte Verträge mit vollstreckbaren Schiedsklauseln mit Schiedssitz in der Schweiz, implementierten eine „gestufte Kapitalisierung" sowie einen gesetzeskonformen Gewinnrückführungspfad über Dienstleistungs- und Lizenzgebühren, optimiert unter dem Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-China, und harmonisierten die DSGVO mit der chinesischen PIPL.

Das Ergebnis

Der Klient nahm seine Geschäftstätigkeit mit voll geschütztem IP auf. Die Struktur ermöglichte den reibungslosen Transfer von Kapital und Daten und damit eine schnelle Skalierung bei minimalem regulatorischem Risiko.

Fall 3 — Jurisdiktionsübergreifender Familien- & Vermögensschutz

Das Szenario

Eine Familie mit doppelter Staatsangehörigkeit und Vermögenswerten in der Schweiz und China war besorgt über geopolitische Volatilität und generationsübergreifende Nachfolge. Ihr Hauptvermögen war in einer chinesischen Gesellschaft gebunden, während liquide Mittel privat in Europa gehalten wurden, was langwierige Nachlassverfahren riskierte.

Unsere Lösung

MEI & HAO entwickelte einen mehrschichtigen „Legacy Shield". Wir gründeten eine nach Schweizer Recht verwaltete Family Limited Partnership (FLP) für die europäischen Immobilien, wodurch künftige Wertsteigerungen aus dem steuerpflichtigen Nachlass entfernt wurden. Für die asiatischen Vermögenswerte koordinierten wir einen Ermessenstrust als „Firewall" gegen Haftungs- und politische Risiken, verknüpft mit einer Familiengovernance-Verfassung.

Das Ergebnis

Die Familie erreichte eine absolute strukturelle Trennung zwischen persönlicher Haftung und globalem Vermögen und sicherte einen steuereffizienten Fahrplan für die künftige Übertragung von über 100 Mio. CHF.

Fall 4 — Erfolg in einem komplexen internationalen Investitionsschiedsverfahren

Das Szenario

Ein milliardenschwerer chinesischer Mischkonzern tätigte eine Großinvestition in ein Schweizer Unternehmen. Aufgrund unvorhersehbarer Änderungen der Regulierungspolitik und behördlicher Hindernisse im Sinne „höherer Gewalt" im Heimatland konnte der Investor die Kapitalerhöhung nicht vollziehen. Das Schweizer Unternehmen leitete ein Schiedsverfahren ein und forderte massiven Schadenersatz.

Unsere Lösung

Als leitender Rechtsberater des chinesischen Unternehmens entwickelten wir eine Verteidigung, die auf der Doktrin der Unmöglichkeit der Leistung und der Schnittstelle zwischen privaten Vertragspflichten und zwingendem internationalem Recht basierte. Wir dokumentierten die „offiziellen Gründe" als exogene, unüberwindbare Hindernisse außerhalb der Kontrolle des Mandanten und fochten die Ansprüche wegen fehlender aufschiebender Bedingungen und mangelnder Beweise an.

Das Ergebnis

Wir überzeugten das Schiedsgericht, dass der Klient in gutem Glauben gehandelt hatte und das Unterlassen der Kapitalspritze rechtlich entschuldbar war. Das Schiedsgericht wies sämtliche Klagen ab und schützte unseren Mandanten vor erheblichen Haftungsrisiken und Reputationsschäden im europäischen Markt.